11 Runde

Atlas zur deutschen Alltagssprache



Elfte Runde


Bitte geben Sie bei den folgenden Fragen jeweils an, welchen Ausdruck man in Ihrer Stadt normalerweise hören würde - egal, ob es mehr Mundart oder Hochdeutsch ist. Wir suchen keine Ausdrücke, die man nur im Duden oder nur im Mundartwörterbuch findet. Antworten Sie bitte, ohne lange nachzudenken! Wenn an Ihrem Ort mehrere Ausdrücke üblich sind, können Sie auch mehrere Antworten anklicken. Sie können am Ende des Fragebogens ("Ihre Anmerkungen") dann auch gern anmerken, ob und wie sie unterschiedlich gebraucht werden. Bei manchen Fragen geht es uns besonders um die regionale Verbreitung bestimmter Ausdrücke, daher sind bei den angebotenen Antwortmöglichkeiten vielleicht nicht immer alle gebräuchlichen Formen berücksichtigt. Wenn aber alle angebotenen Ausdrücke in Ihrem Ort unüblich sind, schreiben Sie bitte den ortsüblichen Ausdruck in den Kasten "anders, und zwar:".


Für welchen Ort gelten Ihre Angaben?

In welchem Land liegt dieser Ort?
Deutschland
Österreich
Schweiz
Liechtenstein
Luxemburg
Belgien
Italien
Frankreich
anderes Land, und zwar:

Wie lautet die vollständige Postleitzahl?
(Bitte sorgfältig eintippen, denn das ist sehr wichtig für die Kartierung.)




1. Wie nennt man an Ihrem Ort üblicherweise die abgebildeten Dinge und Speisen?


(a) … den Apfelrest mit den Kernen, den man meist wegwirft, wenn das Fruchtfleisch drumherum abgegessen ist:

11_01a

(Apfel-) Bitz /, Bitzgi /, Bütschgi (u.ä.)
(Apfel-) Bur(t)z(en)
(Apfel-) Butzen
(Apfel-) Kitsch(e)
(Apfel-) Griebsch
(Apfel-) Gri(e)bs
(Apfel-) Krebs
(Apfel-) Gröibschi / Gröitschi / Grübschi (u.ä.)
(Apfel-) Bätzgi / Bätzi (u.ä.)
(Apfel-) Knust
(Apfel-) Nüsel
(Apfel-) Kippe
(Apfel-) Krotz(e(n))
Kerngehäuse
Kernhaus
anders, und zwar:


(b) … einen meist kalt gegessenen Brei aus gekochten Äpfeln:

11_01b

Apfelmus /, -mues
Apfelbrei
anders, und zwar:


(c) … eine schwarzblaue Beere (oder ,Beeri'), die wie auf dem Bild aussieht:

11_01c

Blaubeere
Heidelbeere
Haselbeere
Heubeere / Höibeeri / Häipeeri
Herti / Heeti / Heiti
Bickbeere
Waldbeere
Worbel
Wähle
Schwarz(e)beere
Moosbeere
Mollbeere
Zeckbeere
Taubeere
anders, und zwar:


(d) … beim folgenden Bild den Teil des rohen Eis, den man in der Mitte sieht:

11_01d

das Gelbe vom Ei
das Gelbei
der (Ei-)Dotter
das (Ei-)Dotter
das Eigelb
das Eigel / Eigäl
anders, und zwar:


(e) … und die (rohe) Masse um das in der Mitte herum:

11_01e

Eiweiß / Eiweiss / Eiwiss
(Ei-)Klar
anders, und zwar:


(f) … einen Kuchen, der so wie auf der Abbildung aussieht, meist mit einem Boden aus Hefe-/Germteig:

11_01f

Zwetschgendatschi / Zwetschkendatschi
Zwetschgenkuchen / Zwetschkenkuchen / Zwätschgekueche (u.ä.)
Zwetschenkuchen
Pflaumenkuchen
Zwetschgenfleck / Zwetschkenfleck
Diese Art von Kuchen ist bei uns ganz unbekannt.
anders, und zwar:


(g) Das abgebildete Obst:

11_01g

Foto: Ruth Rudolf / pixelio.de

die Zwetschge / Zwätschgä
die Zwetschke
die Zweschpe
die Zwetsche
die Pflaume
die Pfraume
anders, und zwar:


(h) Das abgebildete Obst:

11_01h

Foto: Jörg Fuhrmann / pixelio.de

die Zwetschge / Zwätschgä
die Zwetschke
die Zweschpe
die Zwetsche
die Pflaume
die Pfraume
anders, und zwar:


(i) … eine Art Kuchen aus übereinandergeschichteten Keksen, zwischen denen sich jeweils eine Kakao- oder Schokoladencreme
befindet und die abschließend mit einer Kakao- oder Schokoladenglasur überzogen sind:

11_01i

Foto: Daniel Rentsch Danz / GNU Free Documentation License 2

Kalter Hund
Lukullus
Kalte Pracht
Kekstorte
Kalte Torte
Kalte Schnauze
Schwarzer Peter
Schwarzer Hund
Kalter Igel
Wandsbeker Speck
Kellerkuchen
Diese Art von Kuchen ist bei uns ganz unbekannt.
anders, und zwar:


(j) … ein Küchengerät, mit dem man Teigklumpen zu dünnen Teigplatten verarbeitet:

11_01j

die Nudelwalke
der Nudelwalker
das Nudelholz
das Wallholz
die Nudelrolle
der Nudelroller
die Teigrolle
das Wellholz
anders, und zwar:


(k) … das kleine, feste Zuckerwerk, das Kinder gern mögen:

11_01k

Foto: Adam Zivner / CC BY-SA 3.0

ein Bonbon
ein Bonsche
ein Bönger
ein Bombo(m)
ein Gu(e)tsle / Gu(e)tsli
ein Guuzi
ein Zuckerle
ein Zuckerl
ein Gutschen
ein Bölleli
ein Bollchen / Bollschen
eine (Zucker-) Bohne
ein Lutscher
ein Klüm(p)chen
eine Kamelle
eine Karamelle
ein Zuckerstein
ein Stollwerck
ein Täfeli
ein Zältli
ein Zückerli
ein Trops(li)
ein Chröömli
in Chügeli
anders, und zwar:



2. Welchen der vorgeschlagenen Ausdrücke in den folgenden Beispielsätzen verwendet man üblicherweise an Ihrem Ort?
(Es geht auch hier wieder um das Wort, nicht so sehr um dessen genaue Aussprache.)


(a) Nach einem Sturm herrscht im Garten ein großes Durcheinander. „Wir müssen jetzt wieder alles … .“
richten
herrichten
aufräumen
zusammenräumen
in Ordnung bringen
anders, und zwar:


(b) Es kommen Gäste in einem Hotel an. Die Zimmer können aber noch nicht bezogen werden.
An Ihrem Ort würde man an der Rezeption sagen: „Wir müssen noch das Zimmer …“
richten
herrichten
hinrichten
fertigmachen
aufräumen
anders, und zwar:


(c) Welchen Ausdruck hört man bei Ihnen, wenn jemand sich gehend fortbewegt (nicht schnell, aber auch nicht langsam wie beim Spazierengehen)?
z.B.: „Sonntags fährt leider kein Bus. Wir müssen also ________.“
gehen
laufen
anders, und zwar:


(d) Was sagt man, wenn sich jemand schnell zu Fuß fortbewegt (wie beim Joggen, allerdings nicht als sportliche Betätigung)?
z.B.: „Wir müssen ___________, wenn wir den Bus noch erwischen/derwischen/erreichen wollen.“
laufen
rennen
springen
anders, und zwar:


(e) Und welches Wort verwendet man, wenn sich jemand beeilt, sich zu Fuß irgendwohin hin zu bewegen?
(Auch Ältere, die nicht mehr so gut zu Fuß sind, würden diesen Ausdruck verwenden.)
z.B.: „Ich _________ noch schnell/g(e)schwind/rasch/flott zum Bäcker.“ (wenn das Geschäft in wenigen Minuten schließt)
spring(e)
lauf(e)
renn(e)
hüpf(e)
saus(e)
geh(e)
anders, und zwar:


(f) Wie sagt man an Ihrem Ort?
Ich muss noch g(e)schwind Brot besorgen.
Ich muss noch flott Brot besorgen.
Ich muss noch rasch Brot besorgen.
Ich muss noch fix Brot besorgen.
Ich muss noch schnell Brot besorgen.
anders, und zwar:


(g) Und welche Ausdrücke gebraucht man bei Ihnen, wenn man einmal von einem Weg vom Standort zu einem Ort und einmal von diesem Ort zum Standort spricht?
z.B.: „_________ können wir zu Fuß (laufen/gehen), aber __________ nehmen wir den Bus.“
hinzu … rückzu
hinzu … zurückzu
hin … zurück
hinzus … rückzus
den Hinweg … den Rückweg
anders, und zwar (bitte beide Ausdrücke):


(h) Welchen Ausdruck verwendet man bei Ihnen als Entgegnung auf einen Wunsch, wenn eine Ladeninhaberin jemandem beim Verlassen
des Geschäfts ein „schönes Wochenende“ wünscht? Wenn man nicht nur „Danke“ sagt, entgegnet man darauf...:
Auch so! (oder Au so! oder A so!)
Ebenso!
Gleichfalls!
Dir / Ihnen a(uch)!
anders, und zwar:
Man sagt darauf einfach Danke.


(i) Verwendet man an Ihrem Ort Ausdrücke wie (Ja) Mei! / Ach! oder etwas anderes in einem Ausruf wie dem folgenden?
Ha, ist das schön / ist des schee / isch des schee!
Hai, ist das schön / ist des schee / isch des schee!
Mei, ist das schön / ist des schee / isch des schee!
Ja mei, ist das schön / ist des schee!
Ach, ist das schön / ist des schee!
anders, und zwar:


(j) Verwendet man an Ihrem Ort Ausdrücke wie (Ja) Mei! / Ach! / Na (ja)! oder etwas anderes in einem Ausruf wie dem folgenden?
Ja mei, da kann man nichts machen.
Mei, da kann man nichts machen.
Ja, da kann man nichts machen.
Na ja, da kann man nichts machen.
Na, da kann man nichts machen.
Ach, da kann man nichts machen.
anders, und zwar:
Bei uns würde man da keinen solchen Ausdruck verwenden. Man sagt einfach: „Da kann man nichts machen.“


(k) Sie kennen das bestimmt: Man unterhält sich und kommt dabei auf eine bestimmte Person zu sprechen.
Doch dann fällt einem einfach nicht der Name der betreffenden Person ein. Wie sagt man an Ihrem Ort?
Das macht doch der Dings – wie heißt er gleich noch?
Das macht doch der Ding – wie heißt er gleich noch?
Das macht doch der Dinges – wie heißt er gleich noch?
Das macht doch der Dingens – wie heißt er gleich noch?
Das macht doch der Eine / Oi /Oa – wie heißt er gleich noch?
anders, und zwar:
Dafür wüsste ich keinen Ausdruck, der bei uns üblich wäre.



3. Bei den nächsten Fragen interessiert uns, ob die Ausdrücke in den beschriebenen Situationen an Ihrem Ort üblich sind, und wenn ja, wie üblich sie dort sind.
Dabei geht es uns um die Ausdrücke als Ganze, nicht so sehr darum, wie die einzelnen Wörter genau ausgesprochen werden.
Versuchen Sie also, sich die Ausdrücke so vorzustellen, wie man sie bei Ihnen am Ort jeweils ausspricht.


(a) „Das geht sich (noch) aus.“, z.B.: bei einer Terminvereinbarung: „Ich muss noch etwas einkaufen. Aber dann können wir uns treffen – das geht sich noch aus.
Das ist bei uns sehr üblich.
Das hört man bei uns manchmal.
Das ist bei uns völlig unüblich.


(b) hingehen und etwas tun (ohne dass man sich tatsächlich an einen andern Ort bewegt),
z.B.: in einem Satz wie: „Du kannst doch nicht einfach hingehen und die beiden einladen – ohne mich zu fragen!“
Das ist bei uns sehr üblich.
Das hört man bei uns manchmal.
Das ist bei uns völlig unüblich.


(c) Ein betontes ja (oder jo) in Aufforderungssätzen, z.B.: „Sei já pünktlich!“
Das ist bei uns sehr üblich.
Das hört man bei uns manchmal.
Das ist bei uns völlig unüblich.


(d) Ein betontes ja (oder jo) in Ausrufesätzen, z.B.: „Dass ihr keinen Unsinn macht!“
Das ist bei uns sehr üblich.
Das hört man bei uns manchmal.
Das ist bei uns völlig unüblich.


(e) sowas von (albern/dumm/ …)! als Ausdruck der Entrüstung,
z.B.: Zwei Verkäufer schimpfen untereinander über einen (nicht mehr anwesenden) Kunden,der sich unmöglich aufgeführt hat,
und der eine sagt zum anderen: „Das war doch sowas von albern/dumm …!
Das ist bei uns sehr üblich.
Das hört man bei uns manchmal.
Das ist bei uns völlig unüblich.


(f) „Das gehört geändert!“ im Sinne von 'Das muss geändert werden!',
z.B.: Man unterhält sich mit Nachbarn über eine unsinnige Wegführung, und einer sagt: Das gehört wirklich einmal geändert!
Das ist bei uns sehr üblich.
Das hört man bei uns manchmal.
Das ist bei uns völlig unüblich.


(g) „vielleicht“, wenn eine Meinungsäußerung bekräftigt werden soll,
z.B.: „Der ist vielleicht ein Angeber!“ (im Sinne von 'Ich finde, er ist ein ziemlicher Angeber!')
Das ist bei uns sehr üblich.
Das hört man bei uns manchmal.
Das ist bei uns völlig unüblich.


(h) "leicht", wenn man etwas fragt, was eigentlich offensichtlich ist,
z.B.: Man trifft einen Freund, der humpelt, und man fragt: „Hast (du) dir leicht wehgetan?“
Das ist bei uns sehr üblich.
Das hört man bei uns manchmal.
Das ist bei uns völlig unüblich.


(i) „Der kann das ab.“, wenn man z.B. zu bedenken gibt, ob man jemandem eine Anstrengung zumuten kann,
und jemand anders darauf erwidert: „Keine Sorge – der kann das ab.“
Das ist bei uns sehr üblich.
Das hört man bei uns manchmal.
Das ist bei uns völlig unüblich.


(j) „Der muss egal rauchen!“, wenn man sich aufregt, dass jemand 'ständig' oder 'immer wieder' raucht.
Das ist bei uns sehr üblich - mit Betonung auf der ersten Silbe: egal.
Das ist bei uns sehr üblich - mit Betonung auf der zweiten Silbe: egal.
Das hört man bei uns manchmal - mit Betonung auf der ersten Silbe: egal.
Das hört man bei uns manchmal - mit Betonung auf der zweiten Silbe: egal.
Das ist bei uns völlig unüblich.

(k) „Jetza! / Jetzet! / Jetzt aber! ...“ z.B.: Wenn eine Bäckereiverkäuferin gerade längere Zeit einen anderen Kunden bedient hat und gesehen hat,
dass Sie schon längere Zeit warten. Sie will jetzt deutlich machen, dass Sie ihre volle Aufmerksamkeit haben.
Wäre es an Ihrem Ort typisch, wenn die Verkäuferin sich dann mit einem Ausdruck
wie „Jetza! / Jetzet! / Jetzt aber! ...“ Ihnen zuwendet?
Das ist bei uns sehr üblich.
Das hört man bei uns manchmal.
Das ist bei uns völlig unüblich.


(l) Falls Sie bei der vorigen Frage eine der beiden ersten Antwortmöglichkeiten gewählt haben:
Bei diesem Beispiel interessiert uns jetzt doch genauer, wie der Ausdruck bei Ihnen (ungefähr) lautet.
Jetza!
Jetzet!
Jetzat!
Jetzt aber!
Aber itzte!
anders, und zwar:


(m) Und noch eine letzte Frage zur Gebräuchlichkeit eines Ausdrucks:
Ist es bei Ihnen am Ort üblich, beim Buchstabieren von „weichem/hartem d“ bzw. „weichem/hartem b“ zu sprechen,
um die Buchstaben p und b bzw. t und d zu unterscheiden? z.B.: „Bertolt - mit hartem d am Ende und mit weichem b am Anfang“.
Das ist bei uns sehr üblich.
Das hört man bei uns manchmal.
Das ist bei uns völlig unüblich.



4. Jetzt interessiert uns wieder, wie man an Ihrem Ort zu den abgebildeten Dingen sagt.


(a) … den abgebildeten Gegenstand, mit dem auf kleine Baustellen aufmerksam gemacht wird:

11_04a

Foto: JVJohannes / CC BY-SA 3.0

der Leitkegel
der Pylon
das Hütle
das Töggeli
das Verkehrshütchen
anders, und zwar:
Ich weiß nicht.


(b) … ein kleines Glas wie das abgebildete, aus dem Hochprozentiges getrunken wird:

11_04b

Pin(t)chen
Pinneken
Stamperl
Schnapsglas
anders, und zwar:


(c) … den abgebildeten Schädling – in der Mehrzahl:

11_04c

Foto: Lmbuga / CC BY-SA 3.0

die Schaben
die Küchenschaben / Chuchischabe(n)
die Kakerlaken
anders, und zwar:


(d) … das kleine Insekt, von dem man oft im Sommer gestochen wird und dessen Stich einen unangenehmen Juckreiz hinterlässt:

11_04d

Foto: Alan R Walker / CC BY-SA 3.0

die Schnake / Schnak / Schnok / Schnoog (u. ä.)
die Mücke / Mucke(n) / Mugge (u. ä.)
die Gelse(n) / Gölse(n) / Gös(n) (u. ä.)
die Staunz(n)
der Staunz(n)
die Stechmücke/ Stechmucke(n) / Stechmugge (u. ä.)
anders, und zwar:


(e) … den abgebildeten Gegenstand, mit dem man elektrischen Strom weiterleiten kann:

11_04e

Verlängerungskabel
Verlängerungsschnur
anders, und zwar:


(f) den abgebildeten Gegenstand aus Stoff zum Zudecken:

11_04f

Decke
Teppich
anders, und zwar:


(g) … der (meist) gepflasterte Bereich für Fußgänger neben der Straße:

Gehsteig
Gehweg
Trottoir
Fußweg
Bürgersteig
Fußgängerweg
Fußsteig
anders, und zwar:



5. Wie sagt man an Ihrem Ort üblicherweise zu den folgenden Dingen, Tätigkeiten und Vorgängen?
(Hier und da haben wir typische Beispielsätze beigefügt.)


(a) … wenn die Schulter aus ihrer Gelenkpfanne springt:
„Ich bin im Schwimmbad ausgerutscht. Dabei hab ich mir die Schulter …“
ausgekugelt
ausgekegelt
ausgerenkt / uusg(e)renkt
anders, und zwar:


(b) … zu einem Arbeitstag zwischen einem Feiertag und einem für die meisten ohnehin freien Arbeitstag (z.B. Samstag/Sonnabend, Sonntag):
„Ich nehme / mache …“
einen Zwickeltag
einen Fenstertag
einen Brückentag
eine Brücke
einen Ponte
anders, und zwar:


(c) … wenn sich nach einem Sonnenbrand die Haut ablöst,
z.B.: „Meine Haut … an den Schultern.“
pellt sich
schält sich
anders, und zwar:


(d) … wenn man von Kartoffeln/Erdäpfeln/Grundbirnen mit einem kleinen scharfen Küchenmesser die Haut entfernt,
z.B.: „Wir müssen sie vor dem Kochen noch ….“
pellen
abziehen
häuten
schälen
anders, und zwar:


(e) … solch ein kleines scharfes Küchenmesser (hier kommt es nicht auf die genaue Aussprache oder Verkleinerungsformen an,
deshalb haben wir jeweils beispielhafte Ausspracheweisen zusammengefasst):
Schneidteufel / Schneiddeifel / Schneiddeiferl / Schneidteufela u. ä.
Schnitzer(chen) / Schnitzermesser
Kneip(s)chen / Kniep(s)chen / Knipp(s)chen
Kneif(s)chen
Pitter(s)chen / Pitt(er)messer
Pit(t)wock
Spittschock
Schillermesser
Schälerchen / Schälermesser
Pliet(en)
Hümme(l)chen / Hümmeken
Rüschterli
Gemüsemesser(l)
Abr(ah)amchen / Aberämchen
Blämbe
Rüschtmesse
anders, und zwar:
Ich weiß nicht.


(f) ... zu einer Mahlzeit, die abends eingenommen wird:
Abendessen
Nachtessen
Abendbrot
Vesper
Nachtmahl
Znacht
Znachtessen / Znachtässä (u.ä.)
anders, und zwar:


(g) ... für ein dünnes Stück eines Aufschnitts von Wurst?
ein Blatt
eine Scheibe / Schiibe
ein Rad
ein Rädle
ein Rädli
anders, und zwar:


(h) … ein trübes Bier, das aus Weizen und/oder Weizenmalz hergestellt wird?
Mit welcher Bezeichnung würde man es in einem Lokal bei Ihnen bestellen?
eine/a Weiße
ein/a Weißes
ein/a(n) Weizen
ein/a Weizenbier
ein/a Weißbier
ein/a(n) Hefeweizen
ein/a(n) Hefe
anders, und zwar:
Solch ein Bier wird bei uns so selten getrunken, dass sich an unserem Ort kein bestimmter Ausdruck dafür eingebürgert hat.


(i) … ein fast alkoholfreies obergäriges Bier von braun-schwarzer Farbe, das aus einer Mischung von hellem und dunklem Gerstenmalz hergestellt wird?
Mit welcher Bezeichnung würde man es in einem Lokal bei Ihnen bestellen?
ein/a Malzbier
ein/a Malz
ein/a Dunkelbier
anders, und zwar:
Solch ein Bier wird bei uns so selten getrunken, dass sich an unserem Ort kein bestimmter Ausdruck dafür eingebürgert hat.


(j) … zu Menschen, die nicht großzügig sind, z.B.: „Die Leute sind sehr … .“
geizig
kniestig
schrappig
knauserig
knick(e)rig
rappenspalterisch
zusammennehmend (zamnamid u.ä.)
anders, und zwar:


(k) Falls es bei Ihnen am Ort eine größere katholische Gemeinde geben sollte:
Wie nennt man da den Kirchendiener oder die Kirchendienerin?
Küster(in)
Meßner(in)
Sigrist(in)
Mesmer(in)
anders, und zwar:
Ich weiß nicht.


(l) Falls es bei Ihnen am Ort eine größere protestantische Gemeinde geben sollte:
Wie nennt man da den Kirchendiener oder die Kirchendienerin?
Küster(in)
Meßner(in)
Sigrist(in)
Mesmer(in)
anders, und zwar:
Ich weiß nicht.



6. Welche Redewendung ist an Ihrem Ort üblich?


(a) … beim Abrechnen, wenn der Kellner sagt, dass der Betrag exakt 20,-- Euro / Franken ist:
20 geradeaus
20 genau
genau 20
20 glatt
glatt 20
anders, und zwar:


(b) … wenn in einer Apotheke eine Salbe o.ä. noch angerührt werden muss, was 15-20 Minuten dauert,und die Apothekerin fragt,
ob man die Zeit nicht mit einer Besorgung überbrücken könnte. Sagt sie dann so etwas: …?
Haben Sie noch einen Weg?
Haben Sie gerade noch (etwas) in der Nähe zu tun?
Haben Sie gerade noch (etwas) in der Nähe zu erledigen?
anders, und zwar:
Bei uns gibt es keine bestimmte Redewendung dafür.


(c) … wenn man gefragt wird, ob man an einem Tisch links oder rechts sitzen will und keine besondere Vorliebe hat, und höflich antwortet?
(Das ist mir) egal.
(Das ist mir) gleich.
(Das ist mir) wurscht.
Das kommt nicht drauf an.
anders, und zwar:
Bei uns gibt es keine bestimmte Redewendung dafür.


(d) … wenn man in einem Restaurant den anderen Personen am Tisch wünscht, dass das Essen schmecken möge:
Guten Appetit
Mahlzeit
(Ei)nen Guten! / En Guete! / An Guaten!
anders, und zwar:


(e) … wenn man in einer Kantine den KollegInnen am Tisch wünscht, dass das Essen schmecken möge:
Guten Appetit
Mahlzeit
(Ei)nen Guten! / En Guete! / An Guaten!
anders, und zwar:


(f) … wenn man sich in Acht nehmen muss?
„Man muss aufpassen wie ein …“
Haftelmacher / Heftelmacher / Heftlimacher
Schießhund
Luchs
anders, und zwar:
Ich kenne dafür keinen ortsüblichen Ausdruck.



7. Wie sagt man bei Ihnen in der Alltagssprache?
(Es geht auch hier nicht um ,korrektes' Hochdeutsch, sondern darum, wie man bei Ihnen eben sagen würde.
Bitte versuchen Sie wieder, sich die Sätze in der an Ihrem Ort üblichen Lautung vorzustellen. Uns kommt es auf die fett gesetzten Ausdrücke an.)


(a)
Wenn ich du wäre, würde ich einfach abwarten.
Wenn ich dich wäre, würde ich einfach abwarten.
anders, und zwar:


(b)
Ich rufe die Nachbarin morgen an.
Ich rufe der Nachbarin morgen an.
Ich läute / lüüte die Nachbarin morgen an.
Ich läute / lüüte der Nachbarin morgen an.
anders, und zwar:


(c)
Zu viert kostet die Fahrt im Bus auch schon 12 Euro. ...
... Von dem her könnten wir auch ein Taxi nehmen.
... Von daher könnten wir auch ein Taxi nehmen.
anders, und zwar:


(d)
Ich bin so müde, ich muss …
... kurz hi(n)liegen.
... mich kurz hi(n)legen.
anders, und zwar:


(e)
Steh mal da hin, dann siehst du es auch.
Stell dich mal da hin, dann siehst du es auch.
anders, und zwar:


(f) „Das ist die Frau, ....“
was das Haus (ge)kauft hat.
die was das Haus (ge)kauft hat
die das Haus (ge)kauft hat.
wo das Haus (ge)kauft hat.
die wo das Haus (ge)kauft hat.
anders, und zwar:


(g) Ich habe gerade die Wäsche ….
aufgehängt
aufgehangen
Beides hört man bei uns ungefähr gleich häufig.


(h) Er hatte geerbt und hat sich nie …
anstrengen müssen
müssen anstrengen
anstrengen gemusst
anstrengen brauchen
brauchen anstrengen
anstrengen gebraucht
anders, und zwar:



8. Aussprache


(a) Wie spricht man die beiden fett hervorgehobenen Wörter in dem Beispielsatz an Ihrem Ort üblicherweise aus?
(Versuchen Sie, sich den Beispielsatz so vorzustellen, wie er in der Alltagssprache am Ort ausgesprochen wird.
Kreuzen Sie die betreffende Variante auch an, wenn die beiden Wörter mit der angegebenen Lautung eigentlich wie ein Wort
zusammengezogen werden, also z.B. hab + ich --> habch.)

Das hab(e) ich nicht gewusst / net gewisst (u.ä.).
hab (i)sch
han (i)sch
ha ik
hob i
hon i
ho i
hab i
han i
hab (i)ch
han (i)ch
anders, und zwar:


Betont man die folgenden Wörter bei Ihnen auf der ersten oder der zweiten Silbe?

(b) Büro
ro
ro


(c) Kino
Kino
Kino


(d) Paris (die Stadt)
Paris
Paris


(e) Karlsruhe
Karlsruhe
Karlsruhe


(f) BH
BH
BH



Ihre Anmerkungen: Gern können Sie hier auch noch Anmerkungen zum Gebrauch eines der Ausdrücke machen
(bitte nennen Sie dann auch die Nummer der Frage):


Haben Sie noch weitere Hinweise für uns – kennen Sie Wörter, die an Ihrem Ort ‚normal‘ sind und in anderen Gegenden nicht (oder umgekehrt)?




Zum Schluss würden wir Sie gern bitten, uns einige Fragen über Sie zu beantworten. Diese benötigen wir für die Auswertung der Ergebnisse.
Seien Sie versichert, dass Ihre Anonymität gewahrt bleibt und die Daten nur für die Zwecke dieser sprachwissenschaftlichen Untersuchung verwendet werden!

Geschlecht:
männlich
weiblich

Alter:
< 20
20-29
30-39
40-49
50-59
> 60

Beruf:


Wohnen Sie noch an dem Ort, für den Sie die Angaben gemacht haben?
ja
nein

Wie lange leben Sie schon an diesem Ort / haben Sie an diesem Ort gewohnt?
weniger als 10 Jahre
10 bis 29 Jahre
über 30 Jahre
schon immer

Sind Ihre Mutter und Ihr Vater dort oder in der näheren Umgebung aufgewachsen?
ja, beide
nein, beide nicht
nur eine(r) von beiden



Wenn Sie Interesse an Ergebnissen der Umfrage haben, dann hinterlassen Sie uns an dieser Stelle Ihre E-Mail-Adresse.
Wir werden Sie dann anschreiben, wenn die Ergebnisse vorliegen.