Blumentopf zu gewinnen

Die Redewendung mit etwas / jemandem ist kein Blumentopf zu gewinnen bedeutet ‘mit etwas / jemandem hat man keinen Erfolg’ oder ‘mit etwas / jemandem kann man nichts erreichen’. Wir fragten hier mit dem vorgegebenen Beispielsatz Mit dieser Mannschaft ist kein Blumentopf zu gewinnen. erstens danach, ob die Redewendung am jeweiligen Ort bekannt ist, und zweitens, ob sie geläufig bzw. gebräuchlich ist. Wie bei anderen Redewendungen (s. dicke Backe(n) machen oder Das geht dich einen Schmarrn an!) ist es auch hier so, dass die Bekanntheit verbreiteter ist als der Gebrauch.

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Bekannt“ ist die Wendung fast im ganzen deutschsprachigen Gebiet, aber vor allem in Deutschland und Ostbelgien, weniger in der Schweiz, in Österreich und Südtirol und offenbar gar nicht in Luxemburg. In Deutschland fällt auf, dass es recht viele „unbekannt“-Meldungen aus dem Osten und dem Süden gibt.

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Als im Gebrauch „geläufig“ erscheint die Redewendung mit etwas / jemandem ist kein Blumentopf zu gewinnen besonders häufig im Norden und in der Mitte Deutschlands (vor allem im Rheinland), während sie aus dem Süden Deutschlands öfter als „nicht geläufig“ und aus Ostbelgien, Luxemburg, der Schweiz, Österreich und Südtirol fast überall als „nicht geläufig“ gemeldet wird.

Die eigentümliche Nord-Süd-Verteilung spiegelt sich in der Verbreitung des Gebrauchs von Blumentopf für das ‘im Haus aufgestellte oder als Geschenk verwendete (Ton-) Gefäß mit einer in Blumenerde steckenden kleinen Pflanze’: Blumentopf sagt man im Norden und in der Mitte Deutschlands (und auch in Ostbelgien), während im Süden Deutschlands, in Luxemburg, in der Deutschschweiz, in Österreich und in Südtirol genauso häufig oder sogar viel häufiger ein ganz anderes Wort üblich ist, nämlich Blumenstock; in Teilen Österreichs ist Blumentopf völlig ungebräuchlich. Damit / Mit dem kannst du keinen Blumenstock gewinnen ist durchaus möglich, wird aber sehr selten verwendet.